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#107 Samskara- Wie deine Lebenslinie deine Gewohnheiten beeinflusst

In diesem Blogartikel tauchen wir in die ayurvedische Psychologie ein. Du erfährst was Samskara bedeutet und was es mit deinem Unterbewusstsein zu tun hat, wenn es dir schwer fällt Gewohnheiten, wie z.B. deine Ernährung zu verändern.

Wir schau uns detailliert an, wie du es schaffen kannst, deine bisherigen Gewohnheitsmuster zu erkennen und zu verändern, indem wir den Zugang zu deinem Unterbewusstsein öffnen.

Sei gespannt dich auf eine neue Art und Weise kennenzulernen.

 

Was sind Samskaras?

Bevor wir tiefer in das heutige Thema tauchen, möchte ich dir erst einmal einen kleinen Überblick über den Begriff geben und erklären was dahintersteckt. Den Begriff Samskara können aus mehreren Perspektiven interpretieren. Zum einen gilt es als eine Prägung aus einer Erinnerung, die du in deinem Unterbewusstsein gespeichert hast.

Zum anderen können wir das Wort auch einmal auseinandernehmen und die einzelnen Wörter betrachten. Das Wort Samskara stammt aus dem Sanskrit und wir können es teilen in „Sams“, was eine Verbesserung bedeutet und „Kaaram“, was eine Sache bedeutet.

Das bedeutet also, wenn wir unseren Fokus auf unsere Samskaras legen, können wir einen positiven Reinigungsprozess starten. Dieser Reinigungsprozess startet aus deinem Unterbewusstsein heraus und wirkt sich im weiteren Verlauf reinigend auf deinen Körper aus.

 

Wie findest du Zugang zu deinen Samskaras?

Unser Gehirn ist von Natur aus sehr effektiv. Wir denken häufig logisch und dieses logische und analytisches Denken ist in unserem Neokortex verankert. Allerdings ist unsere Persönlichkeit, unser Handeln und der Umgang mit anderen Menschen und Situationen im limbischen System verwurzelt.

Im limbischen System, auch oft das „Gefühlshirn“ genannt, sind alle Eindrücke, Erfahrungen und unser soziales Verhalten abgespeichert. In der Tiefenpsychologie geht man davon aus, dass diese Erfahrungen, die wir seit unserer Geburt gesammelt haben, zu unserem Verhalten führen, welches wir nicht bewusst wahrnehmen, weil es im Unterbewusstsein abläuft.

Diese aus Erfahrung entstandenen Gewohnheitsmuster nennen wir in der ayurvedischen Medizin bzw. Tradition Samskaras. Die Besonderheit an den Samskaras ist, dass wir uns diese nicht einfach wegdenken können. Es gibt zwar psychologische Methoden, die unseren analytischen Verstand beeinflussen und verändern, diese sind aber nicht in der Lage unsere unterbewussten Verhaltensmuster zu verändern. Das liegt daran das die meisten Methoden am Neokortex ihre Wirkung erzielen, aber nicht am limbischen System.

Aus diesem Grund müssen wir es schaffen Zugang zu unserem Unterbewusstsein zu erlangen, um effizient an unseren Gewohnheitsmustern zu arbeiten. Diesen Zugang finden wir, wenn wir uns in den Theta-Gehirnwellen befinden. Den Zustand der Theta-Gehirnwellen erlangst du z.B. durch Journaling oder Mediation. Bist du in der Lage in diese Zustände zu kommen, kannst du dir den Dingen bewusst werden, die Spannungen auflösen und direkt an der äußeren Schicht arbeiten.

Allerdings sollten wir trotzdem nicht die Arbeit an deinem intellektuellen Verstand (Neokortex) außerachten lassen. Damit wir unsere Mitte finden können, sowohl auf emotionaler Ebene als auch physiologischen Ebene, sollten wir beide Ebenen ins Gleichgewicht bringen. Es lohnt sich alles auf der Welt auf ganzheitlicher Sicht zu betrachten, alles hängt miteinander zusammen, alles ist miteinander verbunden.

 

Befreie deine Gewohnheitsmuster aus den Tiefen deines Unterbewusstseins

Eine meiner Lieblingsfragen, wenn es um das Entdecken unserer unbewussten Zustände oder Blockaden geht ist:

„Was ist mir in der Vergangenheit passiert, dass ich mich jetzt so verhalte?“

Diese Frage ist sehr hilfreich, beziehen wir das Ganze einmal auf die Ernährung.

Hast du zum Beispiel andauernd ein schlechtes Gefühl beim Essen, dann kann diese simple Frage schon viel in dir bewirken. Was ist in der Vergangenheit passiert, dass du jetzt aus Emotionen isst oder zu schnell isst?

Dadurch gehst du mit vielmehr Selbstliebe an die ganze Sache und verspürst nicht so viel Ablehnung gegenüber der Gewohnheit. Es hilft dich der Situation zu öffnen und näher an den Kern dieser Gewohnheit zu gelangen. Einfach gesagt, du führst eine Selbstreflexion durch, welche das Wichtigste ist, um beschwerdefrei zu werden.

Natürlich können diese Fragen auch ab und an unangenehmen sein, weil sie dich mit deinen Ängsten, mit deiner Vergangenheit oder auch Gefühle in Verbindung bringt, die du lieber unterdrücken würdest. Es liegt in der Natur des Menschen, sich diese Samskaras nicht anzuschauen und diese im Unterbewusstsein verdeckt zu halten. Häufig bauen wir uns um diese unangenehmen Gedanken eine Hülle, mittels materialer Gegenstände oder Ablenkungen im Außen. Es lohnt sich allerdings auf diese zu schauen, den sind wir einmal an der Wurzel des Problems, dann können wir ungeahntes Potenzial in uns auslösen.

 

Praxisübung: Lebenslinie

Nun wird es Zeit deine Samskaras aufzudecken, bist du bereit dafür?

Schritt 1: Lebenslinie zeichnen

Wir wissen nun das sich deine Samskaras seit der Geburt in dir entwickelt und gefestigt haben. Aus diesem Grund gehen wir nun in den praktischen Teil über. Dafür gibt es eine wunderbare Übung, in der wir eine Lebenslinie bzw. einen Zeitstrahl malen. Als nächstes unterteilst du den Zeitstrahl in gewisse Zeitspannen (z.B. 10 Jahre), dies kannst du für dich frei wählen.

Hinzukommt das du oberhalb der Zeitstrahllinie ein „+“ zeichnest für den positiven Teil und in unterhalb ein „-“ für den negativen Teil. Nun hast du die Möglichkeit in die Vergangenheit zu reisen und alle positiven Ereignisse im positiven Teil zu notieren und all die negativen Ereignisse im negativen Teil zu notieren.

Folgenden Fragen können dir bei der Arbeit mit der Lebenslinie helfen:

  • Wer war ich?
  • Wer bin ich?
  • Wo will ich hin?
  • Wie soll die Lebenslinie weitergehen?

Diese Fragen erleichtern es dir eine Logik bzw. einen Sinn hinter der Entwicklung zu erkennen, die du in deinem Leben vollzogen hast. Außerdem werden dir eventuell auch schon erste negative Prägungen (Samskaras) bewusst, nach denen du derzeit handelst und die dich auf deinem Weg blockieren und beeinflussen.

Gleichzeitig hast du nun auch die Chance zu entscheiden, ob du weiterhin nach diesen unbewussten Prägungen handeln möchtest oder ab sofort bewusste Entscheidungen im hier und jetzt treffen möchtest.

 

Schritt 2: meditativer Zustand + Lebenslinie

Nachdem du deine Lebenslinie gezeichnet hast nimm dir noch einmal Zeit für dich und komme z.B. durch eine Mediation in eine „abgesenkten Zustand“. Die kleine Meditation wird dir bei der folgenden Selbstreflexion helfen.

Stell dir für die Selbstreflexion folgende Fragen:

  • Wie oft handelst du gegen das was dir gut tut?
  • Kommt es oft vor, dass du dich für etwas überwinden musst, auf was du gar keine Lust hast bzw. dir nicht gefällt?
  • Wie oft kommt es vor, dass du dich nicht überwinden kannst etwas Gutes für deine Gesundheit zu tun?
  • Ist es häufig der Fall, dass du dich nicht mehr motivieren kannst z.B. am Abend oder zu gewissen Zeiten, etwas mit deinem Partner, Freunden zu unternehmen?
  • Bist du jemand der ständig aktiv sein möchte, der immer in Bewegung sein möchte, der am liebsten alles gleichzeitig erledigt?
  • Wirst du schnell ungeduldig?
  • Wirst du schnell übellaunig?
  • Gibst du dir genügend Freiraum und Zeit, um zu wirklich nützlichen Erkenntnissen in deinem Leben zu kommen?

Häufig kannst du dir viele dieser Fragen auch mit deinem alltäglichen verwendeten Sprachgebrauch beantworten. Ich persönlich verwende früher oft die Wörter „muss“ und „schnell“, meistens in Kombination „Ich muss noch schnell…“. Eventuell erkennst du dich darin auch wieder.

Als mir dieser Sprachgebrauch früher bewusst wurde, habe ich mich gefragt, ob es mir wirklich gut tut immer schnell unterwegs zu sein. Beachte dabei, dass du dich frägst, ob es dir gut tut, nicht ob es dir leicht fällt.

Häufig fällt es uns nämlich in diesen „Schnell-Modus“ schwer, die Dinge langsam anzugehen. Für mich persönlich war es auf jeden Fall ein Schritt aus meiner Komfortzone.

 

Schritt 3: Resultat Selbsterkenntnis und Selbstermächtigung

Das Ziel der Übung ist es, dass du zur Selbsterkenntnis kommst und in der Lage dazu bist dich selbst zu ermächtigen. Das du spürst was du wirklich brauchst. Zum Beispiel im Bezug auf deine Verdauung, brauchst du wirklich eine neuen Ernährungsplan oder eventuell einfach mehr Ruhe. Begib dich in die Selbstreflexion, denn all die Antwort liegen bereits in dir.

Eine meiner Lieblingsübungen um mit dir in die Stille zugehen und mit deiner Herzensstimme zu kommunizieren, ist die Ein- und Ausatmung durch dein Herz. Dies verschafft dir Zeit und Raum, und öffnet dein Herz für neue Dinge.

Mach dir auch nochmal bewusst, dass wir deine Samskaras nicht löschen können, aber du hast nun die Wahl ob sie deine Handlungen beeinflussen, indem du dazu deine Gedanken beobachtest, wenn sich ein Samskara zeigt.

Ein Samskara aus meiner Kindheit ist es zum Beispiel das ich etwa zu langsam gemacht habe und dies mit etwas Negativen verknüpft habe. Zum Beispiel kamen meine Mama und ich damals häufig zu spät in den Kindergarten und eventuell hat sich daraus bei mir ein Samskara abgespeichert, welches mir sagt das ich mich beeilen sollte, um nicht ausgelacht oder begutachtet zu werden.

Durch dies Selbsterkenntnis bin ich nun in der Lage diesen Gedanken besser zu beurteilen und für mich selbst zu entscheiden, ob ich mir heutzutage noch das Gefühl, etwas schneller machen zu müssen, geben möchte oder mir erlaube nicht immer überall pünktlich sein zu müssen, um den Stress zu reduzieren.

 

Fazit:

Du weißt nun was Samskaras sind, wie diese entstehen und über welche Methoden du sie effizient beeinflussen kannst. Probiere gerne einmal die Praxisübung aus und zeichne deine persönliche Lebenslinie. Die genannten Fragen werden dir dabei helfen, nach und nach zu Erkenntnissen zu kommen. Ein meditativer Zustand wird dir zusätzlich helfen die Selbstreflexion auf eine angenehmere Art und Weise durchzuführen.

Öffne dein Herz für die Erkenntnisse, denn es liegen bereits alle Antworten in dir. Schreibe mir gerne deine Erfahrungen und ob du Samskaras bei dir entdecken konntest. Ich würde mich auf jeden Fall freuen von dir zu lesen.

Lass es dir richtig gut gehen und hör auf dein Bauchgefühl,

Deine Lena

 

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