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#108 Futter für die Darmbakterien & was hinter deinem Blähbauch stecken kann

Im heutigen Blogartikel unternehmen wir eine kleine Reise gemeinsam durch dein Verdauungssystem. Du wirst erfahren in welchen Situationen es durchaus normal sein kann, einen kleinen Blähbauch zu haben und in welchen Situationen du eher Hilfe zu Rate ziehen solltest.

Zudem nehmen wir den berüchtigten Haushaltszucker etwas genauer unter die Lupe und schauen welchen Einfluss dieser auf unsere Darmbakterien hat.

Möchtest du mehr über deine Darmgesundheit erfahren und das ganze aus ganzheitlicher Sicht? Dann sei gespannt auf diesen Blogartikel.

 

Das Wunderwerk „Darm“

Unser Darm ist ein wahres Wunderwerk. Er ist ungefähr acht Meter lang und beinhaltet unglaublich viele Bakterien, die dich bei deinem Verdauungsprozess tatkräftig unterstützen. Diese Darmbakterien sind in aller Munde, deshalb möchte ich dir den Prozess erklären, wie diese aufgebaut werden, aber auch von uns selbst zerstört werden können.

 

Darmbakterien aufbauen

Der Aufbau deiner Darmbakterien ist ein ständiger Entwicklungsprozess und ist nicht von der Geburt an gleich. Die Wissenschaft konnte sogar schon erste Unterschiede in der Vielzahl der Darmbakterien an der Form der Geburt feststellen. So haben z.B. Kaiserschnittgeburten eine geringe Variabilität an Darmbakterien als die natürlichen Geburten. Das liegt daran, dass die Babys die auf natürlichen Wege zur Welt gekommen sind, schon eine gewisse Anzahl an Bakterien von der Scheide mitbekommen haben.

Trotzdem können auch Kaiserschnittgeburten diese Variabilität der Darmbakterien erreichen, indem sie z.B. in der Natur oder im Sand spielen, sich gesund ernähren oder Kontakt mit dem Boden und Tieren haben. Das Gleiche gilt natürlich auch für das Erwachsenenalter, wenn du dich mit der Natur verbindest hat dies immer positive Auswirkungen auf deine Darmbakterien.

Haben wir also im Kindesalter eine gute Prägung unserer Darmbakterien bekommen, ist man im späteren Verlauf seines Lebens weniger an Übergewicht, Allergien und andere gesundheitliche Beschwerden betroffen.

 

Darmbakterien zerstören

Neben der Möglichkeit unsere Darmbakterien aufzubauen, ist es natürlich auch möglich diese zu zerstören. Die wohl bekannteste Ursache, die unsere Darmbakterien zerstören kann, ist die Einnahme von dem Medikament „Antibiotika“. Neben Antibiotika gibt es noch zahlreiche weitere Medikamente, die dazu führen, dass deine Darmbakterienlandschaft angegriffen wird.

Solltest du Schlaftabletten oder Medikamente gegen Sodbrennen nehmen, dann lohnt es sich auch deinen eigenen Lebensstil zuvor anzuschauen. Besteht deine Ernährung aus fettigen und ungesunden Essen oder hast du viel Stress im Alltag, dann hast du auch die Möglichkeit deinen Lebensstil positiv zu beeinflussen. Das Medikament wäre in dem Fall nur Kosmetik für die Symptome, aber behandelt nicht die Ursache. Durch kleine Umstellungen in deiner Ernährung und deinem Lebensstil kannst du bereits schon vieles bewirken und häufig auf die Einnahme dieser Medikamente verzichten.

Neben den Medikamenten, können auch unsere Ernährungsgewohnheiten zu einer Zerstörung unsere Darmbakterien führen. Absolvierst du z.B. eine Diät nach der anderen, isst häufig aus emotionalen Gründen  oder ernährst dich unregelmäßig, so kann dein Verdauungsfeuer erlöschen und sich negativ auf deine Darmgesundheit auswirken.

Jeder Mensch ist einzigartig und reagiert unterschiedlich auf bestimmte Ernährungsweisen. Ein Beispiel ist die Ketogene-Diät, die fast komplett auf Kohlenhydrate verzichtet und somit sehr ballaststoffarm sein kann und somit nicht sonderlich förderlich für unsere Darmflora ist. Auch zuckerfreie Nahrungsmittel, die viele „E“- Zusatzstoff enthalten sollten wir nicht regelmäßig in Übermaßen zu uns nehmen.

 

Der Weg deiner Nahrung zum Darm

Es gibt vier Bestandteile die wichtig für deine Nahrung sind und letzten Endes deinen Darm beeinflussen.

1.Station:

Alles fängt in deiner Mundhöhle an, dort wird deine Nahrung zerkleinert und durch den Speichel zu einem Art Speisebrei geformt. Dieser Speisebrei wird durch die Speiseröhre Richtung Magen transportiert.

2. Station: 

Den Magen kannst du dir wie eine Art Waschmaschine vorstellen. Dort wird deine Nahrung durchspült und durch Säuren, von gewissen Bestandteilen getrennt, welche nicht weiter im Verdauungstrakt vordringen sollen. Durch diesen Vorgang entsteht ein Nahrungsbrei, welcher nun bereit dafür ist, um zum dritten Teil deines Verdauungstraktes transportiert zu werden.

3. Station

Der dritte Bestandteil ist der Dünndarm, dieser ist circa 6m lang und ist für die Nährstoffresorption verantwortlich. Das hat zur Folge, dass hier die meisten Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Protein) ins Blut gelangen und von dort aus zu deinen Zellen transportiert werden. Alle Nährstoffe, die nicht von deinem Dünndarm resorbiert werden konnten, gelangen nun in deinen Dickdarm und zu deinen lebenden Darmbakterien. Dadurch das die meisten Makronährstoffe im Dünndarm resorbiert wurden, gelangen oft weniger Lebensmittelbestandteile wie zum Beispiel wie der bekannte Haushaltszucker in den Dickdarm als wir vermuten.

Das soll allerdings nicht heißen, dass wir uns jetzt sorgenlos „tonnenweise“ Haushaltszucker gönnen sollten. Der Haushaltszucker gelangt trotzdem als „leerer Energieträger“ in unser System und wirkt sich im Übermaß nicht förderlich auf unsere allgemeine Gesundheit aus. Ich will dir vielmehr damit sagen, dass wir uns nicht verrückt machen sollten, wenn wir mal Haushaltszucker gegessen haben. Zucker wird zum größten Teil im Dünndarm resorbiert und hat dadurch gar nicht erst die Möglichkeit unsere Darmbakterien zu beeinflussen.

4. Station

Kommen wir aber nun zu den Bestandteilen deiner Nahrung, die auf jeden Fall im Dickdarm ankommen. Dabei werfen wir einmal ein genaueren Blick auf die Ballaststoffe. Diese sind nämlich das Futter für deine Darmbakterien. Bei der Zersetzung der Ballaststoffe durch die Darmbakterien entstehen Gase, welche dazu führen können, dass du einen kleinen Blähbauch bekommst. Aus diesem Grund ist ein kleiner Blähbauch nach dem Essen völlig normal und nur ein Zeichen, dass deine Darmbakterien gut funktionieren. Die chemischen Stoffe die dadurch entstehen kommunizieren im Anschluss mit deinem Gehirn und sorgen dafür das deine Darmbarriere gestärkt wird.

Doch warum bereitet nun der Blähbauch so vielen Menschen Probleme?

Ganz einfach, viele der Betroffenen haben keinen normalen Blähbauch mehr, sondern einen sehr großen Blähbauch, der sie im Alltag einschränkt. Es ist schmerzhaft, unangenehm und bereitet einem viele Sorgen bezüglich der Darmgesundheit. Bei mir könnte man sogar denken, dass ich im vierten oder fünften Monat Schwanger sei, solch einen starken Blähbauch kann ich bekommen.

Woran liegt es aber nun, dass einige Menschen Probleme mit deinem Blähbauch haben?

 

Gründe die zu einem Blähbauch führen können

  1. Stoffe die vom Dünndarm nicht aufgenommen werden z.B. (Sorbitol):

Nehmen wir z.B. viele Lebensmittel auf einmal zu uns, dann gelangt automatisch eine große Menge an unverdauter Nahrung in unseren Dickdarm. Durch den darauffolgenden Fermentierungsprozess entstehen Gase und führen zu einem Blähbauch.

Es gibt aber auch Inhaltsstoffe, die zu einem unangenehmen Blähbauch führen können, obwohl wir nicht übermäßig viel davon zu uns nehmen. Einer dieser Inhaltsstoffe ist zum Beispiel „Sorbitol“, dies ist häufig in Kaugummis oder Fitnessriegeln enthalten. Sorbitol kann von unserem Dünndarm nur schwer aufgenommen werden. Dadurch gelangt es in unseren Dickdarm und führt im weiteren Prozess zu einem Blähbauch.

 

  1. Nahrungsmittelunverträglichkeit

Der zweite Grund der häufig zu einem Blähbauch führt, sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie z.B. eine Laktoseintoleranz. Hierbei fehlt dem Körper ein bestimmtes Enzym, im Fall der Laktoseintoleranz ist es das Enzym Laktase. Dies führt dazu das im Dünndarm der betroffenen Menschen nicht ausreichend Laktase-Enzyme die Laktose verarbeiten und diese daraufhin in den Dickdarm gelangt.

 

  1. Angespannter Bauch

Häufig suchen wir den Grund für unseren Blähbauch immer in unserer Nahrung, es lohnt sich allerdings auch auf der tiefliegenden Ebene nachzuschauen. Hast du viel Stress in deinem Alltag oder atmest flach, dann kann dies zu einem angespannten Bauch führen. Diese Spannung überträgt sich automatisch auf dein Verdauungssystem und hält die Gase, die normalerweise hinausgelangen, im Darmbereich. Diese Gase können nicht richtig resorbiert werden und führen dann zu einer Verschlimmerung deines Blähbauches.

Gerade in der heutigen Zeit des andauernden unbewussten Vergleichens auf Social Media, setzen sich viele unter Druck immer „perfekt“ aussehen zu müssen. Oft merken wir gar nicht wie stark unserer Bauch angespannt ist, daher lohnt es sich in deinem Alltag Atemübungen einzubauen, die deinem Darm den nötigen Platz verschaffen.

 

  1. Sensibler Darm

Der sensible Darm steht auch sehr häufig im Zusammenhang mit Stressoren. Das bedeutet, dass du eventuell einfach eine sensible Persönlichkeit bist, die sich durch äußere Faktoren oder emotionale Dinge mehr stressen lässt als ihr lieb ist. Häufig steht deine eigene Resilienz und Stressfähigkeit im Zusammenhang mit deinem sensiblen Organ. Liegt dieser Fall vor, dann können selbst kleine Mengen an Gasen in deinen Darm einen Prozess auslösen. Dabei wird ein Signal über die Darm-Hirnschranke  an dein Gehirn gesendet.

Daraufhin entscheidet sich das Gehirn „unterbewusst“ dein Zwerchfell runterzudrücken und deine äußeren Darmmuskeln zu entspannen. Das führt dann zu dem von mir bereits schon angesprochenen „Babyblähbauch“, bei dessen betrachten man denken könnte, dass man im 3-4 Monat schwanger wäre. Falls dies bei dir auch der Fall ist, dann mach dir bewusst das dein Darm völlig in Ordnung sein kann und es einfach an der Sensibilität liegt. Dies hat mir persönlich dabei geholfen, meine Sorgen und Zweifel rund um mein Darm ablegen zu können.

 

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich wieder einmal erkennen, dass wir unsere Gesundheit, in diesem Fall unsere Darmgesundheit, aus ganzheitlicher Sicht betrachten können. Wir haben viele Stellschrauben in unseren Leben, die wir drehen können, um unsere Darmgesundheit zu beeinflussen. Egal ob es eine kleine Umstellung deiner Ernährung ist oder du deinen Stress im Alltag reduzierst, du wirst spüren was das Richtige für dich ist.

Ich hoffe das dieser Blogartikel dich auf deinen persönlichen Weg hin zur Balance unterstützt. Wenn du dabei Hilfe brauchst oder Fragen hast, dann kannst schreibe gerne eine Nachricht an support@lenatura.de. Du hast auch die Möglichkeit dich auf die Warteliste für den nächsten Onlinekurs einzuschreiben. Im Onlinekurs gehen wir gemeinsam innerhalb von 8 Wochen durch vier verschiedene Module und finden deinen ganz persönlichen Weg zu mehr Leichtigkeit und Wohlbefinden in deinem Leben. Bis dahin, lass es dir richtig gut gehen und hör auf dein Bauchgefühl!

Deine Lena

 

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