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#117 Period Power – Nutze deine Stimmungen während des Zyklus

Dieser Blogartikel lehnt sich an den Inhalt aus dem letzten Blogartikel an. Hier gehe ich detaillierter auf die Stimmungen & Emotionen ein, die uns Frauen häufig während des Zyklus begegnen.

Dafür habe ich im Vorfeld Recherchearbeit betrieben und bin dabei auf interessante Fakten gestoßen, welche dir unteranderem das Ausleben deiner Emotionen erleichtern können.

Häufig kommt es vor, dass wir diese Emotionen nicht akzeptieren wollen und somit unterdrücken, was gleichzeitig aber auch zu Beschwerden, z.B. Verdauungsbeschwerden führen kann.

In diesem Beitrag erfährst du, in welchen Zyklusphasen bestimmte Emotionen verstärkt auftreten und wie du trotzdem jede Zyklusphase optimal für dich nutzen kannst.

Viel Spaß beim Lesen!

Deine Lena

 

Meine Reise mit den Hormone

Dein Körper ist ein wahres Wunderwerk, ein komplexes System, bei dem jeder Vorgang gleichzeitig andere Prozess in dir beeinflusst. Genauso ist es auch mit deinen Hormonen, diese wirken sich sowohl physisch als auch psychisch auf deinen gesamten Körper aus.

Bevor ich auf die einzelnen Zyklusphasen und die damit verbundenen Hormonspiegel und Stimmungen eingehe, möchte ich dir von meiner eigenen Reise der Hormone berichten. Oft ist es nämlich so, dass wir uns mit unseren Beschwerden komplett allein gelassen fühlen und der Auffassung sind, dass wir die einzige Person sind, die davon betroffen ist. So ist es aber nicht, du bist nicht allein.

Ich habe zum Beispiel das Thema Hormone jahrelang unterdrückt. Als ich als 12 – 13-jähriges Mädchen angefangen habe unreine Haut zu bekommen, nahm mich meine Mama mit zum Frauenarzt. Sie meinte es gut, sie hatte die Absicht mir Akne zu ersparen, da sie wusste, dass ich durch beide Elternteile vorbelastet war. Aus diesem Grund nahm ich sehr früh die Pille zu mir, obwohl ich noch nicht lange einen stabilen langen Zyklus hatte.

Die tägliche Einnahme der Pille behielt ich über mehrere Jahre bei, da ich immer den Hintergedanken hatte, dass ich schlechte Haut bekomme, sobald ich die Pille absetze. Rückblickend habe ich dadurch auch ein Stückweit meine Pubertät unterdrückt, da Dinge wie z.B. unreine Haut, mit zur Selbstfindungsphase gehören.

Mein erster Versuch die Pille abzusetzen

Nachdem ich mich das erste Mal dazu entschlossen habe, die Pille abzusetzen, veränderte sich viel in meinem Körper. Mein Ziel war es mein Selbstheilungskräfte zu aktivieren und mehr zu mir zu finden, zu diesen Zielen passte die Einnahme der Pille letzten Endes einfach nicht mehr. Wie bereits angesprochen, veränderten sich daraufhin einige Dinge in meinem Leben, zum einen empfand ich meinen Körper plötzlich anders, ich verspürte andere sexuelle Lust, was die Beziehung mit meinem damaligen Partner erschwertet, da ich mich nicht richtig ausleben konnte.

Zum anderen hatte ich das Gefühl, dass ich nicht rund um die Uhr funktionierte und somit nicht mehr so effektiv, wie damals arbeiten konnte. Des Weiteren begann meine Haut schlechter zu werden, welches alles im allem dazu führte, dass ich die Pille wieder einnahm.

Dieser kurze Zwischenreise, ohne der Einnahme der Pille, hatte Spuren in meinem Denken hinterlassen, die Zeit hat mir meine wahre Weiblichkeit gezeigt und gleichzeitig bewiesen, dass wir durch die Pille sehr viele Dinge unterdrücken. Daraufhin nahm ich die Pille noch einmal zwei Jahre lang, bis ich mich letzten Endes dazu entschlossen habe, komplett auf die Pille zu verzichten.

Seit diesen Zeitpunkt habe ich viel über mich lernen dürfen und wurde vor herausfordernden Aufgaben, wie ein regelmäßiger Zyklus zu bekommen, gestellt. Auch der Umgang mit den Hormonen und die daraus entstehenden Stimmungen, waren nicht immer leicht, doch nach und nach habe ich gelernt, die einzelnen Zyklusphasen zu akzeptieren und diese optimal für meinen Ziele zu nutzen.

 

Das Unterdrücken von Emotionen durch die Pille

Durch das Absetzen der Pille verspürte ich das erste Mal in meinem Leben, dass ich wahnsinnige viele Emotionen empfinden kann, welche ich damals durch die Einnahme der Pille ständig unterdrückte.

Damals war ich das liebe Mädchen, welches zu allem „Ja“ sagte, nicht ihre Meinung sagte und sich überall anpasste. Ich verspürte damals sehr viel Scham und ließ mich auch in meiner damaligen Beziehung unterdrücken.

Gerade das Thema Scham ist bei viele Frauen ein großes Thema. Es fällt ihnen schwer über die Menstruation und ihren weiblichen Körper zu sprechen. Es ist aber ein sehr wichtiger Prozess, um dich und deine Weiblichkeit besser kennenzulernen.

Zu diesem Thema gibt es auch einen spannenden Ted Talk von Robyn Stein DeLuca. In ihren Vortrag mit dem Titel „The good news about PMS“ beschreibt sie, dass Stimmungen der Frauen, häufig einfach dem PMS zu geordnet werden. Es ist allerdings völlig normal und unabhängig von PMS, dass wir Frauen auch einmal wütend und gereizt sind und unsere Meinung sagen. Den Link zu dem Vortrag findest du in der Beschreibung.

 

Stimmungen & Hormone in den einzelnen Zyklusphasen

Jede unserer Zyklusphasen ist besonders. In jeder Zyklusphase empfinden wir gewisse Dinge anders, fühlen uns anders. Im kommenden Abschnitt möchte ich für dich einmal Ordnung in das vermeintliche „Chaos“ bringen und dir zeigen, wie du jede Zyklusphase optimal für dich nutzen kannst. Du kannst dabei die vier Zyklusphasen mit den vier Jahreszeiten vergleichen.

 

Menstruation (Winter) – Tag 0 bis 5

In der Menstruationsphase ist eine niedrige Konzentration von deinen Geschlechtshormonen vorhanden. Hier können sich die Symptome und Stimmungsschwankungen, aus der zweiten Zyklushälfte, noch einmal verstärken. Bei mir persönlich konnte ich beobachten, dass es in dieser Phase zu einer Linderung meiner Symptome kommt und ich aus dieser Phase sehr viel Kraft schöpfen kann.

Die Phase der Menstruation ist ein großer Reinigungsprozess für deinen Körper und du kannst durch Akzeptanz und der Anpassung deiner Alltagsgewohnheiten, jede Menge Energie für den restlichen Zyklus tanken.

 

Tipps für Menstruationsphase:

Nimm dir Zeit deine Zeit emotionale weibliche Seite auszuleben und lege alle rationalen Gedanken erst einmal bei Seite. In dieser Phase empfiehlt es sich darauf zu konzentrieren auf das was du Lust hast, ohne dich zu stressen.

Gönn dir eine reichliche Portion „Me-Time“, um deine Stimmung zu reflektieren und deine kreative rechte Gehirnhälfte arbeiten zu lassen. Diese Zeit ist optimal dafür gedacht, um Routinen oder Ansichten zu hinterfragen. Mir hilft in dieser Phase besonders das Journaling.

 

Zwischen Menstruation und Eisprung (Frühling) – Tag 6 bis 13

Hier steigt dein Östrogen – und Testosteronspiegel an und parallel dazu auch deine Stimmung. Oft wird auch beschrieben, dass Frauen sich in dieser Phase schöner, kreativer finden und konzentrierter arbeiten können.

Studien zeigen, dass wir Frauen hier auch öfters zu gesünderen Lebensmitteln greifen und die Gewichtsabnahme besser funktioniert. Zudem steigt im Vorfeld der Eisprungzeit auch dein Lustempfinden bzw. Libido.

 

Eisprung (Sommer) – Tag 14 bis 21

Hier erreicht dein Östrogen – und Testosteronspiegel den Höhepunkt. Hier kommt noch einmal ein ordentlicher Energieschub und du sprühst vor Liebe. Achte hier darauf, dass du dir nicht zu viel zu mutest und Verpflichtungen eingehst. Nutze diese Energie weise für deine Ziele.

 

Nach dem Eisprung und vor der Menstruation (Herbst) – Tag 22 bis 31 

In der zweiten Zyklusphase, nach dem Eisprung, setzen sich Mechanismen in deinem Körper in Gange, welche bestehende Beschwerden, sowohl physisch als auch psychisch, aufdecken können.

 

Was passiert in der Phase mit deinem Körper?

Nach deinem Eisprung sinkt dein Östrogenspiegel und parallel dazu, steigt dein Progesteronspiegel rapide an. Dadurch steigt zum einen deine Körpertemperatur um 0,4°C – 0,6°C an und zum anderen wird dein Stoffwechsel angeregt. Die Folgen daraus sind, dass du wesentlich mehr Appetit empfinden und dich ein wenig fülliger fühlen kannst.

 

Tipps für diese Phase:

Die Phase ist sehr gut dafür geeignet, um körperlich ein wenig herunterzufahren und auch leicht verdaulich zu essen. Es ist eine Phase für die du dankbar sein solltest, auch wenn sie noch so schwer ist, denn dadurch kannst du die Dinge in Angriff nehmen, die gerade wichtig für dich sind. Diese Phase deines Zyklus kann dir neue Ideen geben, welche du dann in der ersten Zyklusphase mit mehr Energie umsetzen kannst. Aus diesem Grund führe ich in dieser Phase, sehr intensiv das Journaling durch.

 

Mögliche Fragen für dein Journaling:

  • Ist meine Fähigkeit, etwas zu erschaffen in irgendeiner Weise unterdrückt?
  • Fühle ich mich in meinem Leben stabil und sicher?
  • Welche Aspekte meiner weiblichen Eigenschaften lehne ich ab?
  • Gibt es in meiner Vergangenheit ein ungelöstes Problem, welches das Problem oder Kritik an der Weiblichkeit widerspiegelt?

 

6 Tools für deine emotionale Balance

Die folgenden sechs Tools können dir in jeder Phase helfen, egal ob bei Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden oder andere Herausforderungen, die dir im Zyklus begegnen. Die Tools werden dir dabei helfen diese Situationen besser zu akzeptieren und deine emotionale Balance zu kreieren.

  1. Meditation

Mein Lieblingstool ist Meditation, gepaart mit jeder anderen Achtsamkeitsübung, um deine Gedanken besser beobachten zu können.

 

  1. Journaling

Das Journaling, also das Führen eines Tagebuchs, führt zu mehr psychischer Belastbarkeit. Mit Hilfe dessen, kannst du unterdrückte Energien freilassen, dich beruhigen und dein eigenes Selbstvertrauen steigern.

 

  1. Positive Selbsteinschätzung

Notiere dir deine Stärken, deine positiven Eigenschaften, dadurch wirst du dir bewusst über diese Eigenschaften. Gerade in den herausfordernden Augenblicken deines Zyklus, ist es enorm vom Vorteil, wenn du dir bewusst darüber bist, was in deinem Leben gut läuft.

 

  1. Natur

Sie wird dir dabei helfen, um dich zu zentrieren, dich zu erden und deinen inneren Frieden zu finden.

 

  1. Therapie & Kommunikation

Hol dir gerne Unterstützung in Form einer Therapie. Dabei ist es vollkommen egal, ob deine Therapie das Tanzen ist, eine Hypnosetherapie oder das Reden mit deinem Partner oder Freunden.

Es ist wichtig das du deine Emotionen und Stimmungen nicht auf PMS schiebst, sondern dein komplettes Emotionsspektrum akzeptierst und lernst für dich zu nutzen. Trau dich darüber zu reden und sprich über die Themen, welche dich beschäftigen.

 

  1. Gesunde Gewohnheiten (Ernährung, Schlaf, Bewegung)

Gesunde Gewohnheiten wie Ernährung, Bewegung und Schlaf helfen dir dabei, deine Hormone in Balance zu bringen und somit auch starke Emotionsschwankungen zu vermeiden.

Möchtest du detailliertere Tipps zu gesunden Gewohnheiten, die sich auf deine Hormone auswirken, haben, dann hör dir gerne die vergangenen Podcastfolgen mit verschiedensten Hormon-Experten an. Alle Links findest du in der Beschreibung.

 

Kleine Helferlein

Zu guter Letzt möchte ich dir noch meine kleinen Helferlein, die ätherischen Öle, vorstellen. Diese können dich bei den vorhergehenden sechs Tools unterstützen, aber auch während den Phasen deines Zyklus.

  • YLANGYLANG: Bei Traurigkeit, Lustlosigkeit, Überanalysieren, führt zu mehr Freiheit, Spaß, Lebensfreude und Intuition.
  • MUSKATELLERSALBEI: Optimal, wenn du verwirrt, limitiert und blockiert bist, du wirst dadurch klarer, intuitiver und einfallsreicher.
  • Lavendel/Cobaiba bei Schmerzen
  • Zitrone um Stimmung aufzuhellen
  • Pfefferminze bei Kopfschmerzen

 

Zudem gibt es auch Mischungen, welches mir persönlich sehr weitergeholfen haben.

  • ADAPTIVE: Bei Ängsten, Sorgen und Schwere, wirkt beruhigend und bringt Klarheit.
  • ANCHOR: Bei Instabilität, Unsicherheit und aufgewühlter Gefühlszustand, bringt mehr Stabilität, Ruhe und Klarheit in dein Leben.
  • CLARYCALM: Bei leidender Stimmung, z.B. bei Sorgen um unregelmäßigen Zyklus, führt zu mehr Heiterkeit und Empfänglichkeit.
  • FORGIVE: Bei Stimmungen wie nicht vergebend, kritisch, ärgerlich, führt zu mehr Verständnis, Vergebung und Toleranz.
  • WHISPER: Bei Ablehnung der Weiblichkeit, übermäßige Männlichkeit oder unterdrückte Sexualität, lässt dich deine Weiblichkeit akzeptieren und führt zu einem gesunden Ausdruck der Sexualität.

 

Fazit:

Ich hoffe du konntest aus diesem bunt gemixten Blogartikel, reichlich Informationen für dich herausziehen. Mir ist es wichtig, dass du weißt, das du nicht allein bist, egal ob du gerade die Pille nimmst oder sie gerade abgesetzt hast und du deine Emotionen nicht immer souverän kontrollieren kannst. Es ist ganz normal, traue dich deine Emotionen nachzugeben und unterdrücke diese nicht. Stehe zu deiner Weiblichkeit und genieße es, diese auszuleben.

Mir hilft der Gedanke daran, dass meine Seele hier ist, um zu lernen, dadurch werden die Herausforderungen auf meinem Weg viel leichter zu meistern. Zudem weißt du nun auch, welche hormonellen Veränderungen in den einzelnen Zyklusphasen geschähen und wie du die optimal für dich nutzen kannst. Nutze als Unterstützung auch gerne eines der sechs Tools, um dich noch mehr mit dir verbunden zu fühlen. Bereitet dir eine bestimmte Emotion immer wieder Schwierigkeiten, dann empfehle ich dir einmal eines der ätherischen Öle für dich auszuprobieren.

Vielen Dank für deine Zeit und bis zum nächsten Mal. Bis dahin lass es dir richtig gut gehen und hör auf dein Bauchgefühl,

deine Lena.

 

 

ALLE LINKS

 

Rabea Kiess von Hormon Reset Podcast Podcastfolge

#116 Hormon Reset für eine ausgeglichene Verdauung – Interview mit Rabea Kiess

Alex Broll von Raus aus dem Hormonchaos Podcastfolge

#085 Hormonchaos – Wie Hormone deine Beschwerden beeinflussen – Interview mit Alex Broll

Sina von Generation Babypille Podcastfolge

#055 Wie die Antibabypille deine Beschwerden beeinflusst – Interview mit Sina von GENERATIONPILLE

TED TALK Robyn Stein DeLuca: The good news about PMS 

TED Talk The Power of the Period | Lucy Peach

Buchempfehlung: The Woman Code, Period Power & Wild Power

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