#80 „Weg Damit“ Wie du deine Beschwerden mit Minimalismus reduzieren kannst – Interview mit Brit Morbitzer

In der neuen Podcastfolge hatte ich Brit Morbitzer zu Gast. Brit ist Minimalismus und Genuss Mentorin sowie Autorin und hat uns etwas über ihren Weg zum Minimalismus und ihre Intentionen erzählt.

Viele Menschen die zu ihr kommen finden sich im heutigen Ernährungsdschungel nicht mehr zurecht. Es gibt eine riesen Auswahl an Diäten, Ernährungsmethoden und Superfoods heutzutage und niemand weiß so recht, was nun das Richtige für einem ist. Wir wissen heute so viel über die Ernährung wie noch nie. Häufig fällt es deshalb schwer zu sehen, was einem davon eigentlich gut tut.

Brit schreibt in ihrem Buch: „Wahrer Genuss ist erst möglich durch die Reduzierung auf das Wesentliche.“. Doch was meint sie genau damit?

Minimalismus verbinden die wenigsten mit dem Thema Küche und Genuss, sondern eher mit dem Kleiderschrank. So hat es auch bei ihr angefangen, als sie begonnen hat sich mit dem Thema zu beschäftigen. Sie hatte viel Deko, Klamotten, Schuhe und Handtaschen. Deshalb hat sie angefangen ihren Kleiderschrank radikal auszumisten und mit dem Minimalismus erstmal dort und in ihrem Wohnzimmer anzusetzen. Daraufhin ist sie auch schnell auf das Thema Küche gestoßen.

Auch sie hatte damals eine Essstörung. Sie hat alle Superfoods und Diäten ausprobiert, die es auf dem Markt gibt. Brit war komplett überfordert mit allem, was sich dann schließlich auch auf ihren Körper ausgewirkt hat. Schnell musste sie feststellen, dass nicht nur alles Schlechte schlecht ist, sondern auch zu viel Gutes keine gesunde Balance bringt.

Daraufhin hat sie angefangen sich mit dem Thema Minimalismus mehr zu beschäftigen und sich gefragt: Was brauche ich eigentlich alles in meiner Küche?

Sie hat sich auf das Geringste reduziert und geschaut, was sie wirklich braucht um ein leckeres und führ ihren Körper nahrhaftes Essen zuzubereiten.

Die typische Vorstellung eines Minimalisten ist ein Mensch, der so gut wie keinen Besitz hat und nur zwei Outfits im Schrank. Doch eigentlich geht es bei dem Thema nicht darum wenig zu besitzen, erklärt mir Brit. Viel wichtiger ist, dass man sich bewusst wird wie viel man besitzt, ob man die Dinge wirklich alle braucht und ob sie deinem Leben einen Mehrwert geben.

Die Grundidee des Minimalismus ist es nämlich ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was man überhaupt besitzt. Dies ist nicht gleichzustellen mit Verzicht.

Viele wünschen sich Regeln oder Vorgaben wieviel sie zu Hause haben sollen. Das muss allerdings jeder für sich herausfinden und genau das ist das Schwierige daran.

Zur Hilfe gibt es verschiedene Techniken. Oft verwendet Brit die „Packen ohne Umziehen Methode“. Hierbei reduziert man erstmal auf das Mindestmaß und alles andere packt man in einen Karton und stellt ihn in den Keller. Nun schaut man, wann man das Bedürfnis hat einen Teil davon rauszuholen, oder wann man wirklich etwas davon braucht. Benötigt man eine ganze Zeit nichts davon, kommt es weg. So ein Zyklus sollte ungefähr ein Jahr lang sein, damit man einmal alle Jahreszeiten durchläuft.

Meiner Erfahrung nach wird loslassen immer von  einer gewissen Angst begleitet, die oft Symptome mit sich bringt, welche sich auf unseren Körper auswirken. Ich möchte deshalb von Brit wissen, was man dagegen tun kann und ob es vielleicht auch einen positiven Aspekt dabei gibt?

Sie erzählt, je mehr sie losgelassen hat, desto klarer hat sie gesehen. Die Dinge die sie belastet haben loszulassen haben ihr so viel Freiraum in ihrem Kopf und ihrem Denken verschafft.

Der Prozess hat sich auch extrem auf ihre Gesundheit ausgewirkt. Wie im Ayurveda auch hängen hier die mentale und körperliche Ebene extrem zusammen. Für  Brit wurde auf beiden Ebenen alles leichter. Ihre Rückenschmerzen und ihre Verdauung wurden besser. Mit der Ernährung wurde alles einfacher, ab dem Zeitpunkt ab dem sie die ganzen Supplemente nicht mehr genommen hat.

Manchmal ist weniger einfach mehr! Gerade bei der Verdauung. Diese Erkenntnis gibt es auch im Ayurveda. Wir wissen, dass wir unser Verdauungsfeuer, unser Agni, nicht überlasten dürfen um eine gute Verdauung zu gewährleisten.

Wichtig ist es mit einem inneren Impuls die Reise zu starten und ihm zu erlauben auf dein Äußeres Einfluss zu nehmen. Um dann umgekehrt die äußere, bewirkte Veränderung wieder auf dein Inneres wirken zu lassen. Es ist immer ein andauerndes Wechselspiel zwischen deinem Inneren und Äußeren.

Je mehr du in dir selbst ruhst, desto weniger brauchst du auch nach außen. Deshalb ist es immer wichtig nur so zu reduzieren, dass du dich stets wohl damit fühlst.

Wie können wir das alles nun in der Küche verwirklichen?

Es ist wichtig die unendliche Breite an Lebensmitteln zu verringern. Man braucht nicht unbedingt 10 verschiedene Süßungsmittel, nur weil in jedem Rezept etwas anders verlangt wird. Oft kann man durch eine Alternative tauschen. Somit reicht es ein oder zwei Alternativen zu Hause zu haben. Somit macht man sich automatisch auch die Entscheidung leichter und nimmt sich wieder etwas Stress.

Mir (Lena) ist es auch immer wichtig, dass einem klar wird, dass die Wertschätzung die man sich selbst gibt eine Auswirkung auf die Gesundheit hat. Deshalb ist es auch wichtig die Mahlzeit liebevoll zuzubereiten. Dazu sagt Brit, dass auch dies für sie Genuss ist. Auf den Wochenmarkt einkaufen zu gehen und sich an der Vielfalt des regionalen Essens zu erfreuen und dies dann zu Hause liebevoll zuzubereiten und zu essen.

Es ist wichtig sich bewusst zu werden: Wie möchte ich leben? Was möchte ich in meinem Leben haben? Daraus muss man dann ganz individuell entscheiden wie man den Minimalismus Leben möchte.

Zum Schluss gibt uns Brit noch einen kleinen Einblick in ihre Arbeit. Sie arbeitet viel mit ihrem Minimalismus Journal „Weg Damit – endlich Zeit statt Zeug!“.

Da stehen alle Basics drin. Basierend auf der Wissenschaftlichen Erkenntnis, dass man 66 Tage braucht um seine Gewohnheiten zu ändern. In dem Journal  gibt es jeden Tag tollen Input zum Thema Minimalismus. Unteranderem wird dort auch die Küche nochmal ganz genau besprochen.

Im Frühjahr erscheint dann ihr neues Buch „Einfach vegan genießen – Meine minimalistische Pflanzenküche“. Darin gibt es ganz viel Info darüber, wieviel du wirklich in deinem Vorratsschrank brauchst, wie viele Tassen, Teller und Küchenmaschinen notwendig sind. Außerdem gibt es einfache Rezepte basierend auf regionalem Gemüse und Obst, die auch ganz viel Inspiration geben sich selbst auszuprobieren. Brit´s Top 3 Gewürze auf die sie niemals verzichten könnte sind: Zimt, Muskatnuss und Kreuzkümmel.

Brits Capsual Cupboard System erscheint im März/April auf der neuen Website. Bereits jetzt kannst du bei ihr eine Beratung im Bereich Vorratshaltung und personalisierte Wochenpläne buchen. Dazu wird es künftig sogar ein Workbook geben und ein Onlinekurs ist auch schon in Planung.

Wie du Brit findest siehst du unten im Anhang.

Ich hoffe du hattest genauso viel Spaß mit dem neuen Thema und Brit wie ich.

Deine Lena.

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