#88 Wie du mit Ayurveda deine Histaminunverträglichkeit hinter dir lassen kannst

In dem heutigen Artikel legen wir den Fokus auf die Histmainunverträglichkeit. Ich bekomme zu diesem Thema sehr viele Fragen und bemerke es auch immer mehr, dass Ärzte bei Patienten eine Unverträglichkeit diagnostizieren.

Aus diesem Grund lernst du in diesem Artikel, was ein Histaminunverträglichkeit ist und was typische Beschwerden sind. Zudem welches Dosha du unbedingt beachten solltest, wenn du schon selbst diese Diagnose bekommen hast. Und natürlich was es langfristig braucht, damit du wieder frei von dieser Diagnose bzw. Unverträglichkeit werden kannst.

Ich wünsche dir viel Spaß mit diesem Artikel und hoffe das du daraus viel für dich mitnehmen kannst.

Du hast sicherlich auch schon etwas von einer Histaminunverträglichkeit gehört. Mir persönlich begegnet diese Unverträglichkeit immer öfters in der Praxis. Man kann schon sprichwörtlich sagen, dass diese Diagnose in “Mode“ gekommen ist.

Gerade durch meine Tätigkeit im Ernährungsbereich, fehlt mir dieser Kontrast zu den letzten Jahren auf. Nicht nur anhand der Patienten, sondern auch der vermehrten Fragen diesbezüglich. Aus diesem Grund möchte ich dieses Thema, heute nochmal für dich aufgreifen.

 

Was ist Histamin und wie macht es sich bemerkbar?

Bei Histamin handelt es sich um einen körpereigenen Stoff. Oft macht sich Histamin bemerkbar, wenn sich deine Haut errötet oder juckt. Häufig färbt sich die Haut der betroffenen Leute, in hektischen Situationen (Stress, Erklärungsnot), rot und fängt an zu jucken. Meistens in dem Dekolletebereich. Dies kann auch bei Verzehr von einem Rotwein oder Sekt auftreten.

In solchen Situationen, wird Histamin auch bei allergischen Reaktionen ausgeschüttet und dient dort als Signalübertragung, welche wichtig für deinen Körper ist. Neben Histamin gibt es auch noch andere sogenannte „Biogene Amine“, stell dir diese als kleine Helfer in deinem Körper vor. So gibt es auch noch bekannte Vertreter wie das Serotonin oder das Tyramin.

Alle biogenen Histamine sind für wichtige Funktionen in deinem Körper verantwortlich. Dazu zählen zum Beispiel die Blutdruckregulation, Magensaftproduktion, Darmbewegung und der Regulation für einen ausgeglichenen Schlaf-Wachrhythmus.

Um den Entstehungsprozess dir näher zu bringen, gehen wir nun noch tiefer in die physiologische Ebene. Wenn die Helfer ihre Arbeit in deinem Körper erledigt haben, dann werden sie über ein Enzym Namens Diaminoxidase abgebaut.

Der Abbauprozess findet in deinem Dünndarm statt. Kommt es dabei gelegentlich zu größeren Mengen, die abgebaut werden müssen, hat der Körper damit für gewöhnlich keine Probleme. Es gibt aber auch Körper, die damit nicht so gut umgehen können, in solchen Fällen wird eine Unverträglichkeit diagnostiziert.

 

Was ist die Ursache dieser Unverträglichkeit?

Die genaue Ursachen dieser Unverträglichkeit sind noch nicht geklärt. Es wird vermutet das entweder zu wenig Diaminoxidase gebildet wird oder die Funktion der Diaminoxidase eingeschränkt ist.

In beiden Fällen wird das Histamin unzureichend abgebaut und kommt in den kompletten Blutkreislauf. Das hat zur Folge, dass viele verschiedene Beschwerden auftreten können.

Unter anderem können harmlosere Symptome wie Durchfall, Sodbrennen, Kopfschmerzen, Juckreiz, Schwellungen auftreten.

Allerdings auch Symptome wie, eine eingeschränkte Atmung bis hinzu Herzrhythmusstörungen und Panikattacken. Es kann also ein sehr undeutliches Beschwerdebild auftreten.

 

Wo liegt der Zusammenhang zwischen Histamine und Stress?

Befindet sich dein Körper in Stress, dann wird dein Immunsystem aktiviert. Dies hat zur Folge, dass unter anderem Hormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin ausgeschüttet werden.

Man spricht auch häufig vom „Fight or Flight Modus“, wenn du in Alarmbereitschaft bist. Zudem werden auch deine Mastzellen getriggert, welche dein körpereigenes Histamin ausschütten.

Heutzutage neigen viele Menschen dazu, sich im Dauerstress zu befinden, das hat zur Folge das andauernd Histamin ausgeschüttet wird. Wie bei vielen Dingen in Leben, ist eine Überbeanspruchung nicht förderlich.

So kann eine überdurchschnittliche Ausschüttung an Histamin dazu führen, dass nicht genügend Diaminoxidase für den Abbauprozess vorhanden ist.

Aus diesem Grund, kannst du deine Unverträglichkeit, enorm durch dein Stress regulieren. Lass dir also keinen Stempel in Form von, „Du hast eine Histaminunverträglichkeit“ aufrücken. Das Krankheitsbild ist sehr gut heilbar und kann verschwinden, sobald du dich um deinen Darm oder dein Stress kümmerst.

Es ist also nicht die Lösung, dass du dich nach einer Liste richtest, nur um Histamin zu vermeiden. Meisten stellen solche Maßnahmen, dein ganzes Leben auf den Kopf.

Natürlich ist dies ein erster Ansatz, um vermeidliche Symptome zu regulieren. Allerdings schränken diese Listen dich langfristig gesehen, sehr ein.

Vielmehr solltest du bei deinem Lösungsansatz, auf das Verändern der Basis konzentrieren und deinen Körper weniger Stress zuführen. Wie du das ganze umsetzen kannst, zeige ich dir im nächsten Abschnitt.

 

Wie kann dir Ayurveda weiterhelfen?

Normalerweise bestehen die üblichen Behandlungsmethoden, aus der Einnahme von Tabletten und der Vermeidung von bestimmtem Lebensmittel. Ich möchte dir nun die Behandlungsmethoden aus ayurvedischer Sicht näher bringen. Diese stellt sich als viel einfacherer, intuitiver und langfristigere Lösung raus.

Das Hauptaugenmerk liegt darin dein Verdauungsfeuer wieder auszugleichen. Alle Unverträglichkeiten sind meistens auf ein Ungleichgewicht im Verdauungsfeuer zurückzuführen.

Alles was wir unseren Verdauungstrakt zuführen, hat einen unmittelbaren Einfluss auf unseren Körper und Geist.

„Du bist was du verdauen kannst!“

Aus diesem Grund, schauen wir uns zunächst, ein mögliches Ungleichgewicht in den Doshas an.

 

  1. Fokus auf dein Pitta

Hast du eine Unverträglichkeit oder hast du dich bei den angesprochenen Symptomen angesprochen gefühlt?

Dann empfehle ich dir, deinen Fokus zunächst auf dein Pitta Dosha zu richten.

Höre gerne noch einmal in die Podcastfolge 18 hinein. Dort erkläre ich dir welche Eigenschafen das Pitta Dosha ausmachen und welche Lebensmittel dieses beeinflussen.

Im Allgemein ist es wichtig zu wissen, dass die Geschmacksrichtung sauer zu vermeiden ist. Außerdem alle fermentierten Lebensmittel und was lange gelagert wurde. Diese Lebensmittel könnten dir Beschwerden erzeugen.

 

  1. Ausgleich deines Verdauungsfeuers

Um dein Verdauungsfeuer wieder in das Gleichgewicht zu bringen, starte am Besten, mit einem warmen Glas Wasser in den Tag.  Baue ruhig über den Tag verteilt, weitere Gläser mit warmem Wasser ein.

Weitere Anregungen findest du auch in der Podcastfolge 50.

Hinzukommt das du Entlastungstage, in Form eines „Kitchery“ mit einbauen kannst. Dort solltest du dich auf Lebensmittel fokussieren, die dein Pitta Dosha nicht erhöhen. Dafür aber die anderen Doshas anheben, um einen allmählichen Ausgleich herzustellen.

 

  1. Fokus auf den Geschmack legen

Eine weitere einfache Variante ist es, den Fokus auf deinen Geschmack zu legen. Die Geschmacksrichtungen sauer, salzig und scharf erhöhen dein Pitta Dosha.

Das bedeutet, dass sich die sauren, salzigen und sehr scharfen Lebensmittel, negativ auf deine Unverträglichkeit auswirken. All diese Geschmacksrichtungen erhöhen den Histaminanteil in deinem Körper. Auch Lebensmittel, die normalerweise gut für die Gesundheit deines Darmes sind, können dir Probleme bereiten. So sind fermentierte Lebensmittel und welche die lange gereift sind, eher zu vermeiden.

Im Gegenzug dazu, sind die Geschmacksrichtung süß bitter und zusammenziehen, sehr wertvoll und senken dein Pitta Dosha.

 

  1. Meditation um ins hier und jetzt zu gelangen

Hast du bereits alle Schritte umgesetzt, dann kannst du nun dein Fokus dein Inneres richten. Damit du langfristig in einen „Rest in the Chest Modus“ gelangst. Häufig sind Menschen, mit einem hohen Pitta Anteil, die Macher – Menschen.

Sie sind leistungsorientiert, nehmen an Wettkämpfen teil und treiben gerne aktiv Sport. Diese Aktivitäten gehen häufig mit einer hohen Ausschüttung von Histaminen einher. Fühlst du dich angesprochen, dann versuch dir anstelle einer To Do List, eine To Be List anzulegen.

Diese soll dir dabei helfen, auch mal im hier und jetzt zu verweilen und einen Gang zurückzuschalten. Bringst du das dein parasympathisches Nervensystem bei, dann hat dein Körper genügend Zeit sich langfristig zu heilen.

Mein persönliches Lieblingstool ist die Meditation. Die Meditation wirkt sich positiv auf dein komplettes System aus. Sie wird dir helfen deine Unverträglichkeit langfristig wieder rückgängig zu machen.

Du kommst durch die Meditation wieder in dein Gleichgewicht, findest mehr zu dir und kannst dadurch nach und nach die Doshas ausgleichen.

 

Welche Lebensmittel wirken sich positiv auf deine Unverträglichkeit und dein Pitta Dosha aus?

Gerade am Anfang wissen wir häufig nicht, was wir bei Beschwerden essen können. Daher nenne ich dir noch ein paar Lebensmittel, die sehr histaminarm sind und sich positiv auf dein Pitta Dosha auswirken. Zudem ist es mir wichtig, dass ich dir Lebensmittel mit an die Hand gebe, die du leicht in deinem Alltag integrieren kannst.

So kann ich dir Kokos oder Gemüsesorten wie Brokkoli, Karotten, Pastinaken, rote Beete, Zucchini oder Sellerie sehr ans Herzen legen. Hinzukommen Getreidesorten wie Haferflocken, Quinoa oder Basmatireis.

Außerdem funktionieren auch süße Äpfel oder Birnen bei den meisten Patienten sehr gut. In Sachen Gewürze eignen sich Koriander, Kurkuma, Minze oder Vanille. Zu allerletzt nicht zu vergessen, die Proteine.

Diese haben neben der Funktion als Baustein, für zahlreicher Prozesse in deinem Körper, auch noch die Eigenschaft ein hohes Sättigungsgefühl auszulösen.

Proteine, die dich sättigen und gleichzeitig deinem Pitta Dosha gut tun, sind Mungbohnen oder gelbe Linsen. Probiere diese Lebensmittel nach und nach einmal aus. Du wirst sehen das sich dein Körper und dein Geist, in Zukunft wandeln werden.

 

Welche Lebensmittel wirken sich negativ auf deine Unverträglichkeit und dein Pitta Dosha aus?

Wie im Vorfeld schon beschrieben, wirken sich Lebensmittel wie raffinierter Zucker, Alkohol, verarbeitete Produkte oder helle Weizenprodukte, eher kontraproduktiv auf deine Unverträglichkeit aus.

 

Fazit:

Ich hoffe das du durch diesen Artikel Mut geschöpft hast und dadurch etwas für deinen Alltag mitnehmen konntest. Auch wenn dich gerade viele Symptome deiner Histaminunverträglichkeit belasten und im Leben einschränken, ist es kein Grund den Kopf hängen zu lassen.

Probiere die vier oben genannten Schritte aus und versuche eins oder zwei, der von mir empfohlenen Lebensmittel, in deinem Alltag zu einzubauen. Außerdem kannst du bei weiteren Fragen, gerne mir und meinem Team unter support@lenatura.de eine Nachricht schreiben.

 

Deine Lena

 

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Alle Links findest du unter dem Artikel in der Beschreibung.

 

 

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Podcastfolge 018 Ayurveda Basics: Beschwerden bei einem Pitta Ungleichgewicht

 

Podcastfolge 050 AYURVEDA Ausgleich für dein Agni – wie du durch eine Ernährungstherapie deine Beschwerden lindern kannst

 

Offline Kurs „unbeschwert Ernährt“ in Mainz ab 24.03.2020

 

 

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Deine Lena✨

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